Handballer go to Berlin
Wenn sechs Handball-Verrückte des Reinacher Sportvereins (RSV) eine Reise tun, kann eigentlich nichts schiefgehen. So geschehen am Morgen des 20. November, als sich die muntere Schar mit EasyJet auf den Kurztrip-Weg machte in die deutsche Hauptstadt Berlin. Grossartig organisiert von Danilo Kohlbrenner alias Urs war das übergeordnete Ziel das abendliche Champions-League-Handballspiel zwischen den Füchsen Berlin und Sporting Lissabon Portugal in der phantastischen Max Schmeling-Halle in der geschichtsträchtigen Millionen-Metropole.
Doch der Reihe nach: nach der zu (...!) frühen Landung ging es kurz ins Hotel in Gehdistanz zum Flughafen Berlin (ja, dieser ist mittlerweile tatsächlich fertig gebaut...), um dort das Gepäck zu deponieren, welches die Gruppe erst am nächsten Tag wiedersehen sollte. Bei nasskaltem, grauem Wetter inklusive eiskaltem Wind erfolgte danach die Dislokation in Richtung Stadtzentrum. Die 45-minütige Bahnfahrt endete schliesslich am legendären Alexanderplatz, wo sich Urs, Berni, Niggi, Steff, Tom und Chris etwas stärkten und anschliessend eine zweistündige Stadtrundfahrt im überheizten Doppelstock-Bus genossen.
Moment mal: wer sind Urs, Berni, Niggi, Steff, Tom und Chris? Das Rätsel ist schnell gelöst. Däni Wenger (Chris) erlaubte sich nach der entsprechenden Recherche bei den Flugtickets den witzigen, echt originellen Scherz, wenige Stunden vor dem Abflug ein WhatsApp mit diesen Namen zu verschicken. Einige merkten es rascher als andere... Die Auflösung war, dass er alle mit dem Zweitnamen ansprach ausser den Zweitnamen-losen Tom...). Scherz gelungen!
Zurück nach Berlin: die wärmende Stadtrundfahrt erwies sich als die genau richtige Entscheidung. Danach war dann noch genug Zeit für ein vorgezogenes Nachtessen, bevor es differenziert in Richtung Max Schmeling-Halle ging. Die Vorfreude war regelrecht spürbar, zwei konnten kaum mehr gehen und bewältigten die Strecke mit der Strassenbahn, während die vier anderen einen knapp einstündigen Spaziergang durch das abendliche Berlin genossen – natürlich inklusive Apéro.
In der Halle wurde dann die Runde (man staune!) vorübergehend einfach mal sehr ruhig – und zwar wegen des gigantischen ersten Eindrucks der Arena und dem ganzen Drumherum. Das Spiel an sich
verlief auf Weltklasse-Niveau und die Füchse behielten die Punkte an der Spree. Nach kurzem Groupie-Verhalten (Niggi sicherte sich ein Autogramm des Welthandballer Mathias Gidsel) gestaltete sich der Rückweg, vorbei an zugefrorenen Autos, ziemlich aufwändig, aber letztlich absolut zielführend. Gegen 01:00 Uhr erfolgte der Zimmerbezug und bereits sieben Stunden später der Abflug zurück nach Basel.
Die 21 Stunden in Berlin waren intensiv, voller Eindrücke und schlicht genial. Die unvergessliche Premiere schreit regelrecht nach mehr. Urs, Berni, Niggi, Steff, Tom und Chris waren sich einig, dass ein jährlicher Ausflug dieser Art per sofort institutionalisiert werden muss. Die (letzte) Latte nach der Erstausgabe liegt schon beträchtlich hoch, Fortsetzung folgt. Danke an ALLE.
Bericht: Niggi alias Meini